Einmal Jura und zurück…
Die Gebirgs- bzw. Höhenzugsbezeichnung Jura wird heutzutage vor allem für den nordwestlich des Alpenkammes bzw. des schweizerischen Mittellandes liegenden Französischen Jura (französisch Massif du Jura) und den Schweizer Jura verwendet. (so stehts bei Wikipedia) “Der” Jura ist auch ein noch Kanton und Jura heisst auch der Hersteller der Kaffeemaschine von Roger Federer…
Unweit des Standortes eben dieser Kaffeemaschinenfabrik, in Boningen, war der Start des Juraderbys. Einem lokalen Event des Radsportclubs Born Boningen und von Swiss-Cycling. Angeboten wurden Strecken für Rennradfahrer und auch eine MTB-Strecke von 66km durch den Jura-Südfuss. Kurzum ein gutes, organisiertes Training in einer anderen Umgebung. Wobei ich bemerken muss dass mir der Jura eigentlich nicht besonders liegt. Das Terassenförmige Gelände hinterlässt bei mir immer den Eindruck es gehe nur rauf aber nie runter. Völliger Quatsch, aber ich empfinde es nun mal so. (Etwa so wie ich den Brünig-Pass nicht mag). Am meisten war ich überrascht wie gut die Strecke befahrbar war. Trotz Dauerregen in den vorangegangenen Tagen kaum Schlamm und die Trails waren erstaunlich gut beieinander. Der Föhn sorgte auch für schönes Wetter und angenehme Temperaturen. Die Strecke war ausgezeichnet angelegt, aber nicht die Streckenmarkierung. Alles andere als optimal, aber mit insgesamt 2x (kurz) verfahren war ich noch gut bedient. Anderen ging es da wesentlich besch.. eidener. Nach 3:16 war ich wieder wohlbehalten zurück in Boningen und am Nachmittag konnte ich so zu Hause meinem Hobby der Landwirtschaft, sprich Gras mähen, fröhnen…
Meteo…
Kaum etwas anderes gibt momentan so zu Diskussionen Anlass wie das ausbleibende schöne und warme Frühlingswetter. Sich darüber auszulassen oder gar zu ärgern bringt zwar nichts aber es ist irgendwie verständlich. Heute war ich drei Stunden unterwegs und davon habe ich die ersten zwei gefroren wie sonst im März oder November. Zum Glück gab es beim Heimaufstieg dann doch noch etwas Sonne. Wenigstens hatte ich heute die Chance mit dem Training zu warten bis es nicht mehr aus Kübeln goss. Die Durchschnittstemperatur während der drei Trainings- Stunden: +8 Grad. Nicht das was man sich gemeinhin als warmer Frühlingstag vorstellt. Zudem muss ich mir demnächst einen Sponsor für Waschmittel suchen um die Berge von verschmutzen Bike- Klamotten wieder sauber zu bekommen. Morgen erwartet uns ein kleines, Föhnunterstütztes, Zwischenhoch. Ich werde das nutzen und beim Jura-Derby die grosse Runde unter die Reifen zu nehmen um mich anschliessend wieder auf die (Bemer) Matte zu legen…
Gold wert…
…sind sie, die unkomplizierten, spontanen, zuverlässigen Helfer und “Unterstützer” vor Ort. Leider eine eher seltene Spezies. Ich habe, was die Pflege, respektive Wartung meiner Bikes angeht grosses Glück. Der “Helfer” meines Vertrauens heisst Rolf Egli vom “Velolade” http://www.bici-baci.ch/ in Hondrich. (Bei mir um die Ecke) Zum wiederholten mal hat mir Rolf in seiner unkomplizierten und direkten Art aus der Patsche geholfen. Rad ausbauen, Lager komplett auswechseln, putzen einbauen 15 Minuten Prädikat Weltklasse. (Zumal er einfach in den richtigen Koffer greifen kann und die passenden DT-Lager gleich zur Hand hat!) Da ich selber nie an meinen Bikes “schraube”, Leute wie der Rolf können das besser- schneller und effizienter, bin ich auf Unterstützung angewiesen. Rolf hat es mal, nach einem Blick auf mein Bike, treffend formuliert: Du fährst wohl lieber als dass Du schraubst oder putzt… (Stimmt) Rolf herzlichen Dank für Deinen Support! PS: ich habe es gesehen es war wieder Licht bis Mitternacht
Nix neues…
…weder vom Wetter, vom Training oder sonstigem. Zumindest nichts über was ich wirklich berichten möchte. Und bevor ich zum 35. mal die gleichen Bilder, möglichst vom Vorjahr, und Kommentare herunter bete… Doch eines ist da noch. Der Giro d’Italia 2013, wo momentan sensationell gut Rad gefahren wird. Praktisch Tag für Tag sind heftige Positionskämpfe, Attacken und Angriffe im Gange. Bis jetzt ist es keiner Mannschaft gelungen das Rennen zu kontrollieren und praktisch jeden Tag haben wir andere Sieger oder Geschlagene im Felde. Motto: heute Top und Morgen fange ich mir eine Klatsche ein. So erwischte es gestern den Vorjahressieger Ryder Hesjedal der in den Hügeln um Florenz fast drei Minuten im Gesamtklassement verlor. Ihn aber abzuschreiben wäre falsch denn in den kommenden Tagen wenn es in den Bergen des Piemonts oder in den Dolomiten zur Sache geht wird es erneut den einen oder anderen erwischen. Ganz interessant ist, dass auch innerhalb der Spitzen-Teams grosse, ja sogar sehr grosse, Leistungsgefälle bestehen und die Durchschnittsgeschwindigkeiten, zumindest bis jetzt, erneut gefallen sind, oder wie gewisse, frühere Spitzenfahrer, Mühe haben überhaupt im Feld mitzukommen. Warum? Die Gedanken sind frei…
Zum Glück…
…kann ich immer noch über mich lachen. Am vergangenen Samstag habe ich meinen ersten Renntermin 2013 auf zwei Rädern absolviert. Und zwar bei den Seelandclassic’s dem einem der ältesten Elite und Volksradsrennen der Schweiz. Dieses Rennen gab es schon da waren Mountainbikes noch nicht „erfunden“. Beim Eliterennen bestritt das CH- Profi- Team IAM-Cycling praktisch ein Mannschaftsrennen und bei den Hobbyfahrern stand ein gewisser Fabian Cancellara nicht nur in der Festwirtschaft den Fans zur Verfügung, nein er fuhr sogar selber mit und liess sich schlagen
Ich war auch da, aber wie. Zuerst absolvierte ich, nach dem schnellen einpacken von Bekleidung und Rad, den ganzen Vormittag einen geschäftlichen Termin, um dann 2 Stunden vor dem Start Richtung Lyss (Startort) zu fahren. (Rad und Ausrüstung waren beim Termin mit im Auto). 65 Minuten vor dem Start holte ich meine Start-Nummer und Unterlagen ab, dann umziehen im Regen auf dem Parkplatz, die Garderoben waren zu weit weg. Beim umziehen feststellen dass Knielinge und Schuhüberzüge zu Hause im Regal liegen. Ok. dann kurz, kurz mit Ärmlingen plus dem neuen Scott- Regenschutz der ja auch mal getestet werden sollte. Ach ja Handschuhe, wo waren bloss die Handschuhe? Genau auch zu Hause im Regal. Egal, Mit nervösen und klammen Fingern schnell noch die Startnummer ans Trikot geheftet, vorausgehend eine mittlere Suchaktion nach den Sicherheitsnadeln. Dann schnell das Vorderrad am Trainingsrad montiert und ab zum Start. Trainingsrad aus dem Grund weil mir DAS Rennrad für dieses fiese Wetter zu schade war. Einfahren? Ausgeschlossen die Strecke war komplett gesperrt, das Eliterennen war noch im Gang, alle umliegenden Strassen und Wege verstopft und voll mit Zuschauern, Radfahrern, Kinderwagen, Bratwurst und Bierständen auch egal die 10 Minuten bis zum Start kann ich auch ohne einfahren überstehen. Ach ja danke an den Herrn von der Firma Trek der sich meiner erbarmte und den Luftdruck in den Reifen wettkampftauglich pumpte. Noch drei Minuten bis zum Start… kein Problem ausser, da war ja noch dieser Sch… Regenschutz! Wo soll ich bloss hin damit? Wegwerfen? Geht nicht. ninagelneu, sündhaft teuer und wie soll ich das der Firma Scott beibringen. Noch zwei Minuten… Ausgezogen und kurzerhand unters Trikot gestopft drei zwei eins… und los ging’s. Mit einer Riesenwampe, sprich Regenschutz irgendwo im Mittelfeld, ging es heftig wie immer los. Aber ich kam im gut weg, gut über die Steigung und auf dem Plateau oben beim Frienisberg habe ich solange gedrückt bis die Gruppe auseinanderflog. Die Spitze war da aber schon über zwei Minuten weg. In der Abfahrt, kurvig, nass und dunkel da komplett im Wald, liess ich zuviel Vorsicht walten und wurde von der Gruppe abgehängt. Auf den letzten 7 Kilometern konnte ich diese wieder ein und gleich überholen, plus ein weiteres dutzend Nachzügler der Spitzengruppe. Fazit: Hat Spass gemacht und die 12,7 Sekunden Rückstand auf den dritten meiner Altersklasse tun auch nicht wirklich weh. Zudem war ich der schnellste mit Regenschutz
. Nach dem Rennen, zurück zum Auto, trockene Kleidung, Abfahrt nach Hause, der Lieblingsgattin kurz erklären dass man noch bei einem Radrennen war, (wurde Kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen), umziehen und nach 30 Minuten bereits wieder zum nächsten (privaten) Termin unterwegs. Was man alles an einem Tag erledigen kann…
Grün…
…ist aktuell DIE Farbe. (Hat nichts mit Politik zu tun!) Ich mag den Frühling so wie er sich jetzt präsentiert. Frisch, warm und eben grün. Es ist nicht einfach die Farbe, nein es ist dieses intensive und frische grün das mich immer wieder, Jahr für Jahr, beeindruckt. Im grünen Bereich laufen auch meine Renn- Saisonvorbereitungen. Meine “Managerin” konnte alle Buchungen und Vorbereitungen für die anstehenden Wettkampf- Termine tätigen. Solche Dinge sind immer ein relativ grosser Aufwand, und ich bin froh dass ich mich nicht darum kümmern muss. Danke! Zum Training: Keine besondere Vorkommnisse, es läuft alles nach Plan. Ach ja ab dem 01. Juni 2013 bin ich mit Julbo-Sportbrillen unterwegs. Freue mich darauf, allein schon darauf wieder ALLE Konturen im Wald zu erkennen
April 2013…
Der April 2013 war, meteorologisch besehen, kein Highlight. Zuerst Winter, dann ein paar sommerliche Tage und zuletzt wieder Grau in grau, unterbrochen von Regen und Schnee. Das hiess, was die sportlichen Aktivitäten anging, flexibel bleiben und die trockenen Zeitfenster suchen, zumindest soweit wie es der Terminkalender zuliess. Es gibt aber auch andere Tätigkeiten die bei trockenem Wetter definitiv angenehmer auszuführen sind. Stützmauer errichten, Weg zum Gehege bauen, Terrasse für Garten fertig stellen und und und… Wobei ich solche Dinge eigentlich ganz gerne ausführe. Aber wenn es ohne Ende “schifft” ist ein Radtraining einfacher. Trainieren, frieren, fluchen, dann duschen, Recovery Drink von IsoStar, Klamotten in die Waschmaschine, Rad reinigen und fertig. April 2013: 1’100 km, 60 Stunden, 12’000 hm Anstieg, 41 Trainings oder durchschnittlich 121 bpm usw. Highlight des Monats: Das gestrige Intervalltraining am Berg, Ärgernis des Monats: Die Zaunpfähle von OBI!
Normal war es nicht…
Diese sich zu Ende neigende Woche geht unter das Motto intensiv, heftig, überraschend und spannend. Termin reihte sich an Termin rundherum war volles Programm angesagt. Dazu gehören selbstverständlich auch die sportlichen Aktivitäten die ich genau so wie andere Termine strikt in der Agenda plane. Wie gewohnt also? Nein definitiv nicht.Nicht was das Training anbetrifft, da lief alles wie gewohnt, ausser am Donnerstag, da habe ich ein absoluten “Nichtsgehtmehr” Tag eingefangen, und nach 12km kurzerhand umgedreht die 300hm nach Hause unter die Räder genommen und ab aufs Sofa. Es waren andere Dinge die aussergewöhnlich waren. Zum einen war da ein erfolgreicher Unternehmer der mich, er hätte gutes von mir gehört, betreffend Personal-Training kontaktierte. Beim Termin legte er mir ein Memo auf den Tisch wo er fein säuberlich folgende Punkte detailliert aufgelistet hatte: Was ist mein Ziel – Rückblick (was ich bisher versucht habe)- Stand heute- Wieviel Zeit kann ich einsetzen- Meine sportlichen Interessen- Wie möchte ich mein Training umsetzen- Was empfehlen Sie mir? . Alles fein säuberlichin kurzen prägnanten Sätzen beschrieben und aufgelistet. So etwas ist mir bis heute noch nie passiert! Nach 30 Minuten waren wir uns einig was Ziel- und Umsetzung anbetraf. Bevor wir überhaupt zum wirtschaftlichen Teil, sprich Kosten, kamen, griff er in seine Schreibtischschublade, legte eine beträchtliche Summe auf den Tisch zusammen mit der Bemerkung: Deine Ideen gefallen mir, ab sofort arbeiten wir zusammen, hier meine Anzahlung! Ebenfalls eine Premiere für mich. Auch im kommenden Jahr darf ich im Sportzentrum Frutigen trainieren, der Vertrag wurde gestern abgeschlossen und die Firma Maxxis lieferte eine ganze Reifenkollektion…
Ups…
Das war wohl noch nicht mit dem Frühling oder dem Frühsommer an diesem Weekend. Nicht schlimm, es ist schliesslich April, aber trotzdem war es ein harter Umstieg von kurz/kurz auf lang/lang und zwar in der Winterversion. Aus Termingründen musste ich am Sonntag das geplante RR-Training mit dem Team Polysport sausen lassen. Schade, haben sie doch eine tolle 145km Runde ins Seeland (Murtensee-Runde) absolviert. Mir reichte es dann am Nachmittag noch zu einer kühlen, aber guten 3- Stunden MTB-Runde. Den total “verschifften” Samstag nutzte ich, zusammen mit Daniela, als Ruhetag mit ausgedehntem Einkaufsbummel in Thun und einem Besuch beim Optiker um mir eine neue, korrigierte, Sportbrille anfertigen zu lassen, respektive zu bestellen. Da ich diese Brillen mit den Clips nicht mag wird es etwas teurer aber das Ding passt wie angegossen. Die Hoffnung nicht mehr jedes Loch auf den Tracks zu treffen steigt
April…
Gestern war es teilweise über 25 Grad warm , heute schüttet es wie aus Kübeln und Morgen wird es wahrscheinlich Wintersportwetter sein. Soeben setzt der Schneefall ein. Richtiges Aprilwetter halt. Nach einigem zögern habe ich mich entscheiden die anstehenden Arbeiten und Pendenzen trotz dem “unpassenden” Wetter durchzuziehen. So schaffe ich mir Freiräume für die langen Trainingseinheiten wenn es wieder wärmer wird. Zudem wird es meinen neuen Teamchef für die FourPeaks auch freuen wenn ich meine unsportlichen Pendenzen termingerecht erledige. Naja teilweise zumindest. Am meisten freut mich heute dass ich den gestrigen Parforce- Ritt mit annähernd 2000hm problemlos weggesteckt habe. Keine Beschwerden gar nix. Das obwohl dass ich mich nach der Trainingsfahrt noch intensiv mit körperlicher Arbeit beim beseitigen von “Winterschäden” beschäftigt habe. Es passt also!




