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Rennradkilometer…

In 148 Tagen ist das 17. Dolomitisuperbike bereits Geschichte. 110 km durch die beeindruckende Landschaft des Pustertales und der Sextener Dolomiten. Immer wenn ich beim Training mal mit der Motivation zu kämpfen habe, stelle ich mir verschiedene Streckenabschnitte oder schwierige Passagen vor und schon geht’s wieder. Motto: Jesses wenn ich jetzt nichts tue komme ich da nie rauf…

In den vergangenen Tagen habe ich voll aufs Rennrad gesetzt. Begleitet von einer heftigen Bronchitis, weiss der Kuckuck wo ich mir diesen lästigen „Begleiter“ eingefangen habe, nutzte ich das geniale Wetter um, vor mich hinhustend, GA-Kilometer zu sammeln. Dazu wurden fleissig Hustentropfen geschluckt, nicht die harmlosen, sondern welche die wirken und als Nebenwirkung auf der Dopingliste stehen. Mein Apotheker war “entsetzt” als ich dieses Medikament, mit Rennrad und voller Ausrüstung mit ärztlichem Rezept versehen, abholte.

Das RR-Training ziehe ich jetzt, begleitet vom schönen Wetter und Hustentropfen (also gedopt;) noch bis zum Weekend durch. Am Sonntag steige ich wieder mal aufs Bike um zu fühlen dass die Beine, nach dem intensiven Rennradtraining, auf dem Bike wieder rund und schwungvoll drehen. Ohne Rennradtraining geht es bei mir einfach nicht. Auf den verflixten Bikes werde ich lahmarschig und langsam. Vielleicht sind es die (zu) vielen Gänge ;-)

Es stinkt!

Und das nicht nur nach verdorbenem Fleisch. Für die aktuellen (Spanischen) Dopingfälle, Contador, Mosquera, Garcia und Fullana, gibt es eigentlich genug an Meinungen, Berichte, Kommentare, Stellungnahmen usw. Was ich aber gestern und heute den Medien entnehme bringt meine „Radsport-Seele“ definitiv zum „kochen“. Unser (Radsportler) oberstes Gremium, die UCI ( Union Cycliste Internationale) unter der Leitung von Herrn Pat McQuiad, steckt mit der Doping-Mafia unter einer Decke! Anders kann man die Ereignisse rund um die Doping-Affäre von Alberto Contador (AC) nicht beschreiben.

Fact ist: im Blut von AC wurde Clenbuterol gefunden! Geringe Menge zwar, es gibt für Clenbuterol keine Grenzwerte, also ist der Befund der A und der B- Probe positiv. Zusätzlich wurde auch noch Spuren von Diethylhexylphthalat, das ist kein Isländischer Vulkan,  gefunden. Diethylhexylphthalat sind Rückstände (Weichmacher) die von Kunststoffbeuteln stammen, welche zur Lagerung von Blut verwendet werden. Fazit: Die Mediziner um AC haben gepfuscht und bei der verbotenen Zufuhr von Eigenblut einen Blutbeutel von AC erwischt, als er in der Vorbereitungsphase Clenbuterol verwendet hat. AC hat beschissen und gehört für 2 Jahre gesperrt. Fertig! Statt dessen werden jetzt vermutlich ellenlange Gerichtsverfahren, Prozesse und Expertisen folgen.

Der Hammer und ein Schlag ins Gesicht jedes sauberen Rennfahrers, JA DIE GIBT ES!, kommt jedoch von der UCI welche, unter der Leitung von Pat McQuiad, alles dafür tat den Fall AC unter den Tisch zu kehren und zu vertuschen. Die UCI, die sich zu dem Fall nicht mehr äußern will, ist offenbar gewillt, AC keine Steine in den Weg zu legen. “Es wird keinen Fall Contador geben. In einigen Tagen legen wir die Angelegenheit zu den Akten”, so UCI-Präsident Pat McQuaid. Wenn dem so ist gehört dieser Präsident weg! (Von mir aus sogar weggesperrt). Am besten wird er Berater des spanischen Radsportverbandes. In dieser Funktion könnte er den Spanischen Radsportverband beim „bescheissen, wegschauen und mischeln“ weiter unterstützen. In Spanien darf man das anscheinend. Nicht ganz zufällig hatten praktisch alles Ex-US-Radprofis ihren Europawohnsitz in und um Girona (E), Landis, Hamilton, Armstrong usw.. Man kann sich in Spanien ungestörter als im übrigen Zentral-Europa vorbereiten. Und das bestimmt nicht wegen den klimatischen Bedingungen…

Qual der Wahl…

Im Gegensatz zu der Strassen Profis, wo das Transferkarussell noch voll am drehen ist, gibt es bei den CH-Mountainbikern kaum mehr Unklarheiten für die kommende Saison. Sämtliche Spitzenfahrer können die kommende Saison in Ruhe planen und vorbereiten. Ein wichtiger Aspekt denn die Olympischen Spiele 2012 in London stehen schon bald vor der Türe. Vorbildlich einmal mehr das Scott-Swisspower-Team unter der Leitung von Thomas Frischknecht und Andy Seeli. Die Verträge mit Nino Schurter und Florian Vogel wurden bereits vor Wochen um bis zu 4 Jahre verlängert. Dazu kommen die Nachwuchsleute Gallati, Wildhaber und Rupp. Zum erfolgreichen Junior Roger Walder wird ich vermutlich schon bald der Filius von Thomas Frischknecht, Andri Frischknecht, gesellen. Dazu kommt dass sonst kaum ein Team über eine derart perfekte Infrastruktur und Material verfügt wie das Scott-Swisspower-Team.   Read the rest of this entry

Gut bin ich Hobbysportler…

Mit massivem Einsatz von “ungesunden” Medikamenten bin ich wieder gesund. Es ist schon erstaunlich wie schnell man eine Erkältung, mit den richtigen Medikamenten, los werden kann. Vom gesundheitlichen Aspekt her ist es sicher “Suboptimal” aber ich hatte keine Lust erneut zwei Wochen auszusetzen. Zu denken gibt mir die folgende Tatsache: Ein Berufssportler hätte diese Medikamente, auf Grund der gängigen Dopingreglemente, nicht einsetzen dürfen. Ich, Hobbysportler, darf das. Profis müssen sich mit Tee trinken und inhalieren begnügen…

Dopingexperten…

Ich staune immer wieder über die unzähligen Dopingexperten und Kenner der Radsportszene. Besonders in unserem nördlichen Nachbarland lässt man keine Möglichkeit aus den Radsport zu verunglimpfen. Was ich da manchmal, verfasst von Fernsehathleten und Möchtegern- Radsportkennern,  lese oder von deutschen Kommentatoren zu hören bekomme ist schlichtweg peinlich, emotional ohne das nötige Fachwissen und oft mehr als fraglich.

Der Radsport ist nicht sauber! Genau so wenig wie Fussball, Biathlon, Eisschnellaufen etc. etc. Aber der Radsport arbeitet an dem Problem und zwar so intensiv wie es zurzeit möglich ist. Auch wenn man das, insbesondere in Deutschland angeführt von dem hier zitierten Werner Franke, nicht wahrhaben will. (Notabene dem Herrn Werner Franke, der sich, u.a. vehement für die Verteidigung der Zahnpasta-Räubergeschichte von Dieter Baumann hat einspannen lassen).

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